Workshop zum Händewaschen in Sierra Leone

Corona-Soforthilfe Projekt

Neues Bewusstsein für Hygienemaßnahmen

Die aktuelle Corona-Situation stellt uns alle vor große Herausforderungen. Vielen von uns wurde die Wichtigkeit von grundlegenden hygienische Maßnahmen in den letzten Monaten erst wirklich bewusst. Die Nies-Etikette, das Maskentragen und Abstandhalten sind Teil unseres Alltags geworden. Die Notwendigkeit des Händewaschens ist uns allen bewusst. Selbst Videos zum richtigen Händewaschen wurden in den sozialen Medien geteilt. Durch unzählige Appelle auf allen Medien wie beispielsweise Zeitungen, Fernsehen oder das Internet werden wir stets erinnert uns daran zu halten. 

Doch was wenn es zu all dem keinen Zugang gibt? Kein Fernsehen, keine Zeitung und oftmals nicht einmal die Möglichkeit sich die Hände zu waschen?

Eine schwierige Lage in Sierra Leone

Die miserable sanitäre Infrastruktur in vielen Teilen Sierra Leones macht eine Bekämpfung des Covid19-Virus aus hygienischer Sicht fast unmöglich. Die Hauptquelle für Wasser sind kleine Bäche oder flache, tiefgegrabene Brunnen. Dort wimmelt es nur von Krankheitserregern, da es keine ordentliche Abwasserbehandlung gibt. Waschbecken mit fließend Wasser gibt es sehr selten. Selbst Krankenstationen müssen oftmals ohne fließend Wasser auskommen. 

Wir nutzten die Möglichkeit zusammen mit der sächsischen Staatskanzlei und der Stiftung Nord-Süd-Brücken ein Corona-Soforthilfeprojekt zur Verbesserung der sanitären Situation zu starten. Diese Maßnahme wir mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes. 

Signet des Freistaates Sachsen

Unser Engagement gegen Corona

In all unseren Projektstandorten wurden Handwaschstationen aufgestellt und dazugehörige WASH (Water, Sanitation and Hygiene) – Workshops durchgeführt. Groß und Klein lernten so die Stationen zu benutzen. Außerdem lernten die Bewohner mit einfachen Mitteln eigene Handwasch-Möglichkeiten zu bauen – sogenannte Tippy Taps.

An einigen Standorten hatten wir so außerdem die Möglichkeit Reparaturen vorzunehmen. Einige Standorte sind mit Toiletten ausgestattet. Das Design dieser von UNICEF gebauten Toiletten sieht vor, dass Regenwasser gesammelt und dann zum Händewaschen genutzt wird. Jedoch brachen die Regenrinnen nach einiger Zeit ab. Wir ersetzten die Rinnen und sicherten sie zusätzlich, sodass sie nun für lange Zeit genutzt werden können.

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Weitere Hilfen sind in Arbeit

Damit der Bevölkerung auch sauberes Wasser zum Waschen sowie Trinken zur Verfügung gestellt werden kann, bohren wir außerdem an zwei weiteren Standorten neue Brunnen. Somit kommen wir unserem Ziel näher, an jedem unserer Standorte sauberes Wasser zur Verfügung zu stellen. Jene Brunnen sind gerade noch in Arbeit und wir freuen uns darauf sie alsbald einzuweihen.

Unsere Anlagen sind sicher nicht der einzige Grund für die niedrigen Infektionszahlen in Sierra Leone im Allgemeinen und in „unserer“ Projektregion Lokomasama im Speziellen. Allerdings leisten diese sicherlich einen wertvollen Beitrag zur Bekämpfung von Covid19, aber auch anderer Krankheiten wie Cholera oder Typhus.

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