Philosophie

In unserem Verständnis von Entwicklungszusammenarbeit orientieren wir uns an den ethischen Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft Entwicklungsethnologie (AGEE):

1. Entwicklung

Wir verstehen Entwicklung als die Verbesserung der Lebenssituation von Menschen auf der Grundlage ihrer eigenen Kriterien und Ziele. D.h. der Forikolo e.V. unterstützt die Menschen in der Projektregion Loko Masama im Nordwesten von Sierra Leone nach dem Leitbild der Hilfe zur Selbsthilfe.

Die Förderung der Projekte in den Bereichen Bildung und Landwirtschaft basiert dabei auf den Prinzipien sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Nachhaltigkeit.

2. Respekt

In der Entwicklungszusammenarbeit treffen unterschiedliche Kulturen und somit unterschiedliche Wertesysteme aufeinander. Der Forikolo e.V. respektiert in seiner Arbeit andere Sichtweisen und Lebensentwürfe.

Entwicklungszusammenarbeit erfordert auf der persönlichen Ebene Empathie und Verständnisbereitschaft und auf der Arbeitsebene die Schaffung geeigneter Freiräume. Wir verstehen Respekt dabei nicht als kritiklose Akzeptanz jeglichen Verhaltens bzw. aller fremder Werte, sondern vielmehr als eine konstruktive Auseinandersetzung.

3. Partizipation

Partizipation ist für den Forikolo e.V. nicht nur ein Begriff sondern Grundlage seines Handelns im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit.

Unter Partizipation verstehen wir, dass die Menschen ihre eigenen Entwicklungsziele definieren können und an der Realisierung von Projekten unmittelbar und aktiv beteiligt sind.

Partizipation bedeutet auch eine Stärkung von Benachteiligten und ein Infragestellen von Machtverhältnissen. Die Verwirklichung des Partizipationsprinzip hat daher mehrere Ebenen und stellt hohe Anforderungen an alle Beteiligten.

Der Forikolo e.V. fühlt sich verpflichtet keine Projekte gegen den Willen der Bevölkerung in der Projektregion oder auch nur einzelner Gruppen durchzuführen.

4. Transparenz

Bei seiner Arbeit strebt der Forikolo e.V. größtmögliche Transparenz gegenüber allen Projektbeteiligten an. Der Forikolo e.V. fühlt sich verpflichtet Rechenschaft über seine Vorgehensweise bei der Umsetzung von Projekten sowie über die Verwendung von Mitteln abzulegen.

5. Ganzheitlichkeit

Der Forikolo e.V. fühlt sich in seinem Vorgehen dem Grundsatz der Ganzheitlichkeit verpflichtet. Der Verein und somit seine Mitglieder und Akteure berücksichtigen in seiner Arbeit das private, ökologische, politische, wirtschaftliche, soziale und weltanschauliche Umfeld der Region. Wir fördern interdisziplinäre Zusammenarbeit und regen diese gegebenenfalls an.

6. Unbeabsichtigte Wirkungen

Sollte der Forikolo e.V. erkennen, dass ein für bestimmte gesellschaftliche Gruppen nützliches Vorhaben andere Teile der Gesellschaft in nicht vertretbarer Weise schädigt, wirken wir auf die Erarbeitung von Alternativen hin. Sollten keine Alternativen erarbeitet und umgesetzt werden können, sollte die Arbeit in diesem Bereich eingestellt werden.

7. Datenschutz

Als Akteure im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit sehen wir uns verpflichtet, die Persönlichkeitsrechte aller Akteure zu schützen.

8. Grenzen der Schweigepflicht

Sollten wir im Rahmen unserer Arbeit über eklatante Missstände wie Menschenrechtsverletzungen oder Umweltzerstörungen informiert werden, behalten wir uns jedoch vor, diese in geeigneter Form, gegebenenfalls durch Weiterleitung an die Öffentlichkeit oder andere Organisationen, publik zu machen.